Erste Hilfe “extra” Thema: Der Pfotenverband
Pfotenverbände können z.B. nötig sein, um Wunden so abzudecken, dass sie vor Verschmutzung oder Belecken geschützt sind.
Wir möchten Ihnen zeigen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Pfoten- verband anlegen.
Als Verbandsmaterial be- nötigen Sie:
Wundauflagen (Kompressen),
elastische Mullbinden,
Verbandswatte (möglichst synthetische Watte),
Klebeband.

Ganz wichtig ist, dass Sie zuerst die Zwischenze- henräume auspolstern. So verhindern Sie Feuchtig- keitsstau durch Schweiß- bildung und Druckstellen. Als Polstermaterial eignen sich Watte oder auch kleine Kompressen.
Vergessen Sie nicht den Bereich zwischen Daumen und Pfote!

Wenn Sie eine Wunde schützen müssen, dann decken Sie die Wunde mit einer oder mehreren Kom- pressen ab. Bitte bedecken Sie Verletzungen oder Wun- den niemals direkt mit Watte!
Nun umwickeln Sie die Pfote von unten beginnend zuerst mit Watte,

anschließend mit der elastischen Mullbinde.
Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die elasti- sche Mullbinde nicht zu fest wickeln!
Niemals straffziehen!

Als äußerste Verbands- schicht benutzen Sie das Klebeband. Dieses schnei- den Sie in Streifen, die ungefähr so lang sind, dass sie die Pfote bzw. den Unterarm überlappend um- schließen. Achten Sie wiederum darauf, die Pfote unter keinen Umständen einzuschnüren.

Verbände müssen regel- mäßig gewechselt werden!
Zeigen Sie die Wunde möglichst umgehend Ihrer Tierärztin / Ihrem Tier- arzt, damit diese / dieser entscheiden kann, wie die Wunde Ihres Tieres optimal behandelt werden kann. Der Heilungspro- zess lässt sich so beschleunigen und die Zeit der Verbände wird verkürzt.
Noch ein Tipp: Wenn die Straßen nass sind, um- wickeln Sie nur für die Dauer des Spazierganges den Ver- band mit einer Plastiktüte.
überarbeitet: 13.10.2009

