Der EU–Heimtierausweis

EU-Heimtierpass: für Hunde, Katzen und Frettchen PflichtIn Europa fallen immer mehr Grenzkontrollen weg, der Reiseverkehr wird erleich- tert, doch für die Reise mit Hund, Katze und Frettchen gibt es eine wesentliche Neuerung.

Aufgrund einer neuen gemeinschaftsrechtlichen EU-Regelung muss ab dem 1. Oktober 2004 für Hun- de, Katzen und Frettchen, die innerhalb der Europä- ischen Union grenzüber- schreitend verbracht wer- den, ein Pass nach einheitlichem Muster mitge- führt werden.
Dieser neue Pass muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, d. h. das Tier muss mittels Mikrochip oder – übergangsweise noch bis zum Jahr 2011 – durch Tätowierung identifizierbar und die Kennzeichnungs- Nummer im Pass eingetragen sein. Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss der Pass den tierärztlichen Nachweis enthalten, dass das Tier über einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut verfügt.
Die Regelungen zum Heimtierpass gelten grundsätzlich für den privaten Reiseverkehr mit bis zu fünf Tieren wie auch für den Handel zwischen Mitgliedstaaten der EU.

Die Mitgliedstaaten Schweden und Vereinigtes Königreich sind ermäch- tigt, für eine Übergangsfrist von fünf Jahren ihre bisherigen schärferen Anforderungen an den Impfschutz gegen die Tollwut (Blutuntersuchung auf Antikörper) und besondere Bestimmungen für eine Behandlung gegen Bandwurm- und ggf. Zeckenbefall beizubehalten. Entsprechende Be- handlungen bzw. Bestätigungen können nunmehr aber direkt im EU-Heimtierausweis vermerkt werden.
EU-Heimtierausweise dürfen nur von niedergelassenen Tierärzten ausge- stellt werden, da nur sie für diesen amtlichen Vorgang von den zustän- digen Behörden autorisiert wurden. Anders als bei den früher gebräuch- lichen gelben Impfpässen handelt es sich bei dem neuen blauen EU-Heimtierausweis um ein amtliches Dokument, dessen Ausstellung bezahlt werden muss.

weitere Informationen:
Bundestierärztekammer
Fibel (Intervet): Einreisebestimmungen für Hunde und Katzen 2008

überarbeitet: 14.01.2008

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