Frühjahrsputz bei unseren Haustieren

Seit ewigen Zeiten wird zu Beginn des Frühlings der Schmutz des Winters weggeputzt damit im zunehmenden Tageslicht endlich wieder alles glänzen kann.
Die BSR sammelt die Splitreste wieder ein, Wohnungen werden dem vorösterlichen Frühjahrsputz unterzogen und auch die Autos werden blankgeputzt.
Auch um unsere Haustiere sollten wir uns im Frühling besonders kümmern um sie gesund und fit durch die wärmere Jahreszeit zu bringen.

Stellen Sie Ihr Haustier jetzt Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt vor. Lassen Sie in Ihrer Tierarztpraxis den Gesundheitszustand Ihres Tieres überprüfen und nutzen Sie den Tierarztbesuch auch, um Gewicht und Impfschutz Ihres Tieres kontrollieren zu lassen. Die Reisezeit beginnt und ohne ausreichenden Impfschutz, eingetragen im EU-Heimtierpass, können Hund und /oder Katze Sie nicht ins Ausland begleiten.
Lassen Sie sich von Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt beraten, wie Sie Ihr Tier optimal gegen Zecken, Flöhe und Wurmbefall schützen können.
Die Pharmaindustrie hat in den letzten Jahren viele neue Präparate entwickelt, die Ihrem Tier einen guten Schutz vor gefährlichen Parasiten bieten. Lassen Sie sich bei der Auswahl derartiger Präparate unbedingt von Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt beraten. In Ihrer Tierarztpraxis erhalten Sie gut verträgliche und auch gut wirksame Mittel. Viele der frei verkäuflichen Produkte helfen nur ihrem Hersteller, stellen aber für Ihr Tier keinen sicheren Schutz dar.
 

Beim Hund:

Neben der mittlerweile ganzjährig notwendigen Flohprophylaxe sollten Sie rechtzeitig vor der Zeckensaison mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt die für Ihr Tier geeignete Zeckenprophylaxe besprechen.
Damit die Blutsauger gar nicht erst „anbeißen“ gibt es verschiedene Präparate auf dem Markt: Halsbänder und Pour-on-Lösungen aus Ihrer Tierarztpraxis schützen fast immer ausreichend. Sollte sich doch eine Zecke fest gesaugt haben, müssen Sie diese unbedingt mit einer Zeckenzange entfernen.

Auch die in Deutschland lebenden Zecken können mittlerweile Überträger der Borreliose und Babesiose sein. Für Ihren Hund gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, gegen einige Borrelienstämme zu impfen. Geimpfte Tiere sind 6-12 Monate vor einer Infektion mit diesen Borreliose-Erregern geschützt. Wenn Sie diese Möglichkeit der Schutzimpfung nutzen möchten, empfehlen wir die Impfung vor Beginn der Zeckensaison.

Sollten Sie Ihren Hund im Sommer mit in den Urlaub nehmen wollen, so besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt am besten jetzt auch schon die notwendigen Tollwut-Impfungen. Bitte beachten Sie: Trotz des vereinfachten Procederes nach Einführung des EU-Heimtierpasses müssen Reisen nach Großbritannien, Norwegen und Schweden immer noch mindestens 6 Monate im Voraus geplant werden, da zusätzlich noch eine Tollwuttiter-Bestimmung erforderlich ist!

Auch wer bereits Anfang des Jahres mit seinem Hund in den Süden reist, sollte schon an die sog. Reisekrankheiten Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose und Dirofilariose denken und die möglichen Prophylaxe- maßnahmen mit seiner Tierärztin / seinem Tierarzt besprechen.

Bei der Katze:

Bei Katzen mit Zugang zum Garten bzw. Freigängern gelten die Empfehlungen hinsichtlich Zecken- und Flohprophylaxe entsprechend denen für den Hund, wobei den Pour-on-Präparaten der Vorzug gegenüber Halsbändern zu geben ist, damit die Katzen nirgends hängen bleiben.

Denken Sie bei Jungtieren bzw. beim erstmaligen Freigang daran, dass für freilaufende Katzen mehr Schutzimpfungen nötig werden als für reine Wohnungskatzen.
Eine Borreliose-Schutzimpfung für die Katze gibt es nicht.

Bei weiblichen Katzenwelpen, die Freigang haben oder haben sollen, informieren Sie sich bitte rechtzeitig über den notwendigen Kastrationszeitpunkt, um einer unerwünschten Trächtigkeit vorzubeugen.

Bei Kaninchen:

Auch bei Kaninchen gibt es von Insekten übertragene Krankheiten. Es ist also auch bei diesen Haustieren sinnvoll, die Impfungen gegen Myxomatose und Chinaseuchen (RHD) bereits vor Auftreten der ersten Stechmücken durchführen zu lassen. Übrigens: Auch reine Wohnungskaninchen sind nicht vor Ansteckung sicher. Besprechen Sie die Einzelheiten mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt.

überarbeitet: 15.03.2010

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