Die Flohsaison hat begonnen

Immer wieder sehen wir in den Praxen Hunde und Katzen, die sehr stark unter massivem Flohbefall leiden.
Gerade Katzenhalter, deren Tiere nur in der Wohnung leben und damit keinen Kontakt zu anderen Tieren haben, sind häufig sehr überrascht, dass sich auch auf ihren Tieren Flöhe in großer Zahl tummeln. Dabei wird übersehen, dass der Tierhalter selbst sehr wohl die Wohnung verlässt und damit diesen lästigen Parasiten einschleppen kann.
Da die verschiedenen Floharten (Katzen-, Hunde-, Igel- oder auch Menschenflöhe) nicht wirtstreu sind, ist es ihnen völlig egal, wessen Blut sie saugen:

Hunde- und Katzenflöhe nutzen auch den Menschen als Nahrungsquelle!

Flöhe sind aber nicht nur unangenehm, weil sie bei ihren Wirten quälenden Juckreiz verursachen. Starker Flohbefall kann bei kleinen Hunden oder Katzen bis zur Blutarmut führen; durch den beim Stich auf den Wirt übertragenen Flohspeichel können Allergien ausgelöst werden. Außerdem sind Flöhe für Hund und Katze die Hauptübertragungsquelle für Bandwürmer.

Eine frühzeitige und sinnvolle Flohprophylaxe kann Ihrem Haustier viel Leid und Ihnen Kosten ersparen! Besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt was am sinnvollsten für Sie und Ihr Tier ist.

Dreck oder Flohkot ?Fragen Sie bei dieser Gelegenheit auch nach einem Flohkamm.

Wenn Sie das Fell Ihres Tieres mit einem derart engzahnigen Kamm auf dem Rücken, besonders auf der Kruppe durchkämmen, können sie Flohbefall auch dann nachweisen, wenn Sie keinen Floh gefunden ha- ben.
Dies gelingt indirekt über den Nachweis von Flohkot. Im Kamm sammeln sich die Ausscheidungen der Flöhe als winzigeFlohkot !! Die Blutreste beweisen es. schwarz-braune Gebilde, häufig mit Schmutz verwechselt, die unver- dautes Blut enthalten.
Ob es sich um Schmutz oder um Flohkot handelt stellen Sie ganz einfach fest: Sie drücken mit einem angefeuchteten Papier- stück auf die gewonnene Probe. Färbt sich das Papier rötlich, so handelt es sich eindeutig um Flohkot.

überarbeitet: 17.06.2009

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